Wolfgang Bischoff
HUMAN CULTURE ACADEMY
Entwicklungsbegleitung für Mensch und
 

2-Minuten-Übung
zur Herstellung von Konzentration in einer Gruppe

Bevor eine Gruppe zu arbeiten beginnt, sollte jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin die Gelegenheit erhalten, seinen/ihren Geist von den Impulsen und Bewegungen des Tagesgeschehens befreien und leer machen zu können, um seine Aufmerksamkeit auf das folgende Thema richten zu können.

Dazu setzen wir uns aufgerichtet und bequem hin mit den Füssen flach am Boden.

In der ersten Minute gebe Deinem Geist die Möglichkeit, alle Gedankenbewegungen, Erinnerungen, Empfindungen und Bilder hervorbringen zu können, die ihn aus dem Tagesgeschehen oder den vergangenen Wochen noch beschäftigen.
Stelle Dir dabei vor, dass Du innerlich ein paar Schritte zurück trittst und diese Bewegungen im Geist anschaust wie einen Film, ohne die einzelnen Bilder dabei festzuhalten, sondern lasse sie gehen, wie sie gekommen sind.

Sobald Dein Geist einen Gedankenimpuls hervorgebracht hat, schaust Du ihn Dir an und gibst ihm einen Namen und stellst dieses Thema wie ein Buch in ein Bücherregal. Du versicherst Deinem Geist, dass Du Dich zu einer anderen Zeit ausführlich mit diesem Thema beschäftigen wirst.

Und diese Minute beginnt jetzt.

Nach einer Minute wende Deine geistige Aufmerksamkeit hin zur Nasenspitze und beobachte den Unterschied von Ein- und Ausatmung in den Nasenflügeln. Dabei spüre die etwas kühlere Luft in der Einatmung und die etwas wärmere Luft in der Ausatmung – sonst nichts.
Wir stellen dabei fest, dass wir die Ein- und Ausatmung geschenkt erhalten, ohne dass wir irgend etwas dafür zu tun brauchen - von einer Kraft, die uns voll akzeptiert wie wir sind mit all unseren Stärken und all unseren Schwächen.
Jede Einatmung ist eine neue Chance. Jede Ausatmung eine tiefe Reinigung und Befreiung.

Diese Minute beginnt jetzt.

Nach dieser Minute stelle Dich für die nächsten 10 Sekunden geistig auf das folgende Thema ein und löse Dich aus dieser Konzentrationshaltung.

Bevor wir anfangen zu arbeiten, können wir uns noch kurz am ganzen Körper ausklopfen, beginnend bei den Schultern und Armen über den Brustkorb, die Bauchdecke, den Rücken, die Beine, Füße und Zehen und wieder hoch.

Jetzt können wir mit unserer Arbeit entspannt und konzentriert beginnen.

 

Entwickelt von Dipl. Psych. Wolfgang Bischoff