Wolfgang Bischoff
HUMAN CULTURE ACADEMY
Entwicklungsbegleitung für Mensch und
 

 

Zitate


PROBLEME LASSEN SICH NICHT MIT DEN
DENKWEISEN LÖSEN, DIE ZU IHNEN GEFÜHRT HABEN.
Albert Einstein

 

VON DER GEWALT, DIE ALLE WESEN BINDET,
BEFREIT DER MENSCH SICH, DER SICH ÜBERWINDET
J. W. v. Goethe

 

Lao Tzu sagt in seinem Tao Teh Ching
„Ein Weiser erübt das Tao. Ein normaler Mensch bewundert es nur“

 

 

Weitere Weisheiten von Albert Einstein

"Der wahre Wert eines Menschen ist in erster Linie dadurch bestimmt, in welchem Grad und in welchem Sinn er zur Befreiung vom Ich gelangt."

"Was ein Mensch für seine Gemeinschaft wert ist, hängt in erster Linie davon ab, inwieweit sein Fühlen, Denken und Handeln auf die Förderung des Daseins anderer Menschen gerichtet ist."

"Und es ist die hohe Bestimmung des Menschen, mehr zu dienen als zu herrschen oder sich sonst in irgendeiner Form zu erheben."

"Vertrauen und Loyalität können nur auf der Basis der Gegenseitigkeit gedeihen."

"Ich brauche nicht zu betonen, wie sehr ich alles Streben nach Wahrheit und Wissen achte und schätze. Aber ich glaube nicht, dass der Mangel an moralischen und ethischen Werten durch rein intellektuelle Bemühungen aufgewogen werden kann."

"Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen."

"Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren."

"Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will."

"Es gibt weder große Entdeckungen noch wahren Fortschritt, solange noch ein unglückliches Kind auf der Welt ist."

"Die wirklich wichtigen Dinge werden anders gelernt als durch Worte."

"Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen."

"Nur wer nicht sucht, ist vor Irrtum sicher."

"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt."

"Eine Verbesserung der Bedingungen auf der Welt ist im wesentlichen nicht von wissenschaftlicher Kenntnis, sondern vielmehr von der Erfüllung humaner Traditionen und Ideale abhängig."

 

Zitat aus Goethes Gedicht

„Die Geheimnisse“

Doch wenn ein Mensch von allen Lebensproben
Die sauerste besteht; sich selbst bezwingt, dann kann man ihn mit Freuden andern zeigen
Und sagen: Das ist er, das ist sein Eigen! Denn alle Kraft dringt vorwärts in die Weite,
Zu leben und zu wirken hier und dort.
Dagegen engt und hemmt von jeder Seite
Der Strom der Welt und reißt uns mit sich fort.
In diesem innren Sturm und äussren Streite vernimmt der Geist ein schwer verstandnes Wort:
Von der Gewalt, die alle Wesen bindet, befreit der Mensch sich, der sich überwindet.


Inspirierende Texte

Stufen

Hermann Hesse

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebesstufe blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in and're, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Wir wollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stufe um Stufe heben, weiten. Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen, nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen. Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegensenden, des Lebens Ruf an uns wird niemals enden... wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!


Hast Du heute schon gelebt?

Ein 85‑jähriger Mann, der wußte, daß er bald sterben würde, sagte:
Wenn ich noch einmal zu leben hätte, dann würde ich mehr
Fehler machen; ich würde versuchen, nicht so schrecklich
perfekt sein zu wollen; dann würde ich mich mehr
entspannen und vieles nicht mehr so ernst nehmen;
dann wäre ich ausgelassener und verrückter;
ich würde mir nicht mehr so viele Sorgen machen um mein
Ansehen; dann würde ich mehr reisen, mehr Berge
besteigen, mehr Flüsse durchschwimmen und mehr
Sonnenuntergänge beobachten;
dann würde ich mehr Eiscreme essen,
dann hätte ich mehr wirkliche Schwierigkeiten
als nur eingebildete, dann würde ich früher im Frühjahr
und später im Herbst barfuß gehen,

‑ dann würde ich mehr Blumen riechen, mehr Kinder umarmen  und mehr Menschen sagen, daß ich sie liebe. Wenn ich noch einmal zu lebe hätte, aber ich habe es nicht...

 

Gebet

von Antoine de Saint‑Exupéry

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, Herr, sondern um Kraft für den Alltag! Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte, mach mich findig und erfinderisch, um im täglichen Vielerlei und Allerlei rechtzeitig meine Erkenntnisse und Erfahrungen zu notieren, von denen ich betroffen bin.
Mach mich griffsicher in der richtigen Zeiteinteilung. Schenke mir das Fingerspitzengefühl, urn herauszufinden, was erstrangig und was zweitrangig ist.
Ich bitte um Kraft für Zucht und Maß, dass ich nicht durch das Leben rutsche, sondern den Tageslauf vernünftig einteile, auf Lichtblicke und Höhepunkte achte und wenigstens hin und wieder Zeit finde für einen kulturellen Genuss.
Lass mich erkennen, dass Träume nicht weiterhelfen, weder über die Vergangenheit noch über die Zukunft. Hilf mir, das Nächste so gut wie möglich zu tun und die jetzige Stunde als die wichtigste zu erkennen.
Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsste im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.
Erinnere mich daran, dass das Herz oft gegen den Verstand streikt. Schick mir im rechten Augenblick jemand, der den Mut hat, mir die Wahrheit in Liebe zu sagen.
Ich möchte dich und die anderen immer aussprechen lassen. Die Wahrheit sagt man sich nicht selbst, sie wird einem gesagt. Ich weiß, dass sich viele Probleme dadurch lösen, dass man nichts tut. Gib, dass ich warten kann. Du weißt, wie sehr wir der Freundschaft bedürfen; Gib, dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten und zartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin.
Verleih mir die nötige Phantasie, im rechten Augenblick ein Päckchen Gute, mit oder ohne Worte, an der richtigen Stelle abzugeben. Mach aus mir einen Menschen, der einem Schiff mit Tiefgang gleicht um auch die zu erreichen, die unten sind.
Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen.
Gib mir nicht, was ich mir wünsche, sondern was ich brauche.

Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

 

Erkenne dich selbst

Zu einem Einsiedler kamen eines tages Menschen. Sie fragten ihn: "Welchen Sinn siehst du in einem Leben der Stille?" Er war gerade mit dem Schöpfen von Wasser aus einer tiefen Zisterne beschäftigt. "Schaut in die Zisterne, was sehr ihr?" fragte er Die Besucher: "Wir sehen nichts." Nach einer Weile forderte der Einsiedler sie wieder auf:"Schaut in die Zisterne, was seht ihr?" Sie blickten hinunter und sagten:"Jetzt sehen wir uns selbst." Der Einsiedler sprach: "Als ich vorhin Wasser schöpfte, war das wasser unruhig, und ihr konntet nichts sehen. Jetzt ist das Wasser ruhig, und ihr erkennt euch selbst. Das ist die Erfahrung der Stille."